Interne Reiseorganisation einer Gruppenreise für eine geschlossene Gruppen

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Geschlossene GruppeInterne Reiseorganisation versus Veranstaltertätigkeit:

 

  • Geschlossene Gruppe: Interne Reiseorganisation versus Veranstaltertätigkeit:

    • Selbst organisierte Reise:

      • Der Satzungszweck steht im Vordergrund

      • Eine selbst organisierte Reise für die eigene Gruppe (geschlossene Gruppe, keine Einladung / Werbung an gruppenfremde Personen, Abrechnung und Offenlegung der Kosten, keine Überschüsse)

      • Beispiele (Tendenz, jede Reise muss einzeln bewertet werden): Klassenfahrt, Rom-Wallfahrt einer Firmgruppe, Trainingslager einer Mannschaft, ….

      • Auch bei solchen Reisen haftet der Verein, die Kirchengemeinde, Schule o.ä. für die Fehler der Mitarbeiter, je nach Schaden und Verschulden der jeweilige Mitarbeiter auch selbst. → Empfehlung: Prüfung, ob solche Risiken durch die bestehenden Versicherungsverträge abgedeckt sind.

      • vgl. Wandertour Alpenverein (OLG Stuttgart, 22.06.1994 - 9 U 104/92 und BGH 11.12.1995 II ZR 301/94) im Gegensatz dazu eine Segeltour eines Segelvereins (LG Hamburg 16.11.2004)

    • Pauschalreiseveranstalter oder Reiseanbieter:

      • Der Verein bietet eine von ihm organisierte Reise in eigener Verantwortung an.

      • Beispiele (Tendenz, Einzelfallprüfung): Sportreise eines Vereins, Studienreise einer Kirchengemeinde, ...

    • Die Abgrenzung ist in vielen Fällen nicht ganz einfach. Sollte ein größerer Schaden eintreten, dürfte genau geprüft werden, wie die Reise rechtlich einzuordnen ist und ob der vorhandene Versicherungsschutz dieses Risiko beinhaltet. Wichtige Empfehlung: Fachleute (Juristen, Versicherungen) um eine Beratung bitten.

 

Konsequenz: Die Gruppe bzw. der Reiseorganisator übernehmen folgende Aufgaben und Risiken:  

  • Leistungserbringung

    • z.B. Eingabefehler bei einer Flugbuchung

    • Fehler der Leistungsträger, z.B. mangelhafte Verpflegung des Hotels, defekter Reisebus. Evtl. Regressforderungen geegnüber den Leistungsträgeren müssen in eigener Verantwortung erfolgen.

  • Personen, Sach- und Vermögensschäden, die den Reiseteilnehmern entstehen, evtl. Regressforderungen geegnüber den leistungsträgeren in eigener Verantwortung. 

  • Stornierungen durch die Leistungsträger (Reisebus, Airlines, Hotels, Reiseleiter). Wer organisiert kurzfristig Ersatz, wenn die Airline dies nicht selbst regelt?

  • Mögliche Fehler im Zusammenhang mit der Komminkation zwischen Gruppe, Reiseorganisator und den Leistungsträgern. 

  • Krisenmanagement bei Zwischenfällen aller Art.

 

Interessante Urteile

 

 

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